• Samarkand


    Samarkand (ca. 371000 Ew.), Gebietshauptstadt des gleichnamigen Bezirks (ca. 25000 km2) in Usbekistan, liegt in der fruchtbaren Flußoase des Serafschan (700 m ü. d. M., seit 1896 Station an der Transkaspischen Eisenbahnlinie Krasnowodsk - Taschkent) im Schnittpunkt bedeutender Handelswege (der alten Karawanenstraße, der Seidenstraßen).Samarkand (>samar< = fruchtbar, >kand< = Ansiedlung), einst Hauptstadt von Sogd, besteht seit mehr als 2500 Jahren und gehört zu den ältesten Städten und Kulturzentren der Welt. Die Stadt ist vermutlich mit dem Marakanda der Griechen identisch, dessen Zentrum bis zur Mongolenivasion in den Hügeln von Afrasiab im Norden der heutigen Stadt lag. Schon im 10. Jh. war Samarkand neben Buchara das bedeutendste Zentrum des transoxani-schen Handels - eine von einer hohen Mauer umschlossene Stadt mit einer Ausdehung von mehr als 300 ha. Die wichtigsten Handelsplätze für Waren aller Art befanden sich in der sog. Vorstadt, und über mit steinernen Platten gepflasterte Straßen, die die verschiedenen Märkte mit dem Zentralmarkt in der Innenstadt verbanden, wurden die Waren zu den einzelnen Umschlagplätzen befördert.

    Bereits im Jahre 751 hatte Samarkand eine eigene Papierfabrik. Das Verfahren, aus Lumpen Papier herzustellen, hatten die Araber von chinesischen Kriegsgefangenen über­nommen und in Samarkand in die Praxis umgesetzt. Im Laufe von sechs Jahrhunderten sollte diese bedeutende technische Errungenschaft über Bagdad und Nordafrika bis nach Europa weitervermittelt werden. 

    Heute ist Samarkand neben Taschkent das wichtigste Industriegebiet in Usbekistan. Es gibt Fertigungsbetriebe des Maschinenbaus und der Elektrotechnik, feinmechanische Indu­strie (Foto- und Kinotechnik), Nahrungs- und Genußmittelindustrie (Rosinen, Wein, Tabak), Superphosphatwerk, Porzellanmanufaktur, Seiden­spinnerei und -weberei. Auch der Export von landwirtschaftlichen Produkten - Baumwolle, Rohseide, Weizen, Reis, Wein, Obst - spielt eine nicht unwesentliche Rolle. 

    Mausoleum Gur Emir  - das palastartige Mausoleum Timurs (1336-1405), des Mongolenherrschers. Das “Grab des Fuersten” wurde noch unter Timurs Leitung im Jahr 1404 oder aber kurz nach seinem Tod (14. Februar 1405) vollendet. Das Hohe Portal und die sich anschliessenden Gebaeude bildeten einerseits eine gewisse Abschirmung des Mausoleums gegenueber der Stadt und ihren lauten Basaren, andererseits erschlossen sie ein der Wuerde dieser Begraebnisstaette entsprechendes Umfeld. Das beherrschende Element von Gur-e Amir ist seine gawaltige Melonenkuppel, deren gerippten Schale bis zu einer Hoehe von 34 m aufragt.

    Observatorium Ulugbek’s. 1424 bis 1428 errichtete er hier neben dem Bewaesserungsgraben Obi Rachmat eine Forschungsstaette, deren Ueberreste 1908 freigelegt wurden.Das Hauptinstrument der Sternwarte war vermutlich ein gemauerter Quadrant oder Sextant mit einem Radius von 40,4 Metern.

    Mausoleum Schochizinda . Von Norden nach Sueden sind an einem engen,siebzig Meter langen Korridor 16 Gebaeude,Mausoleen und Moscheen angeordnet. Die Nekropole entstand neben der hier vermuteten Grabstaette Qussam ibn Abbas, dem Cousin der Propheten Mohamads.

    Moschee Bibi Chanim. Die Hauptmoschee (errichtet innerhalb von 5 Jahren 1399 bis 1404) war eines der groessten Bauwerke dieser Art.Der Inenhof ist 540 Quadratmeter gross und das Hauptportal 40 Meter hoch. Die architektonische Anlage dieser Moschee zeigt die typische Bauweise einer mittelasiatischen Moschee.

    Basar – ist wahre Brennpunkt orientalischen Leben.Hier koennen Sie fas alles kaufen, was Sie schon immer einmal kaufen wollten. Neben Esswaren und Gertraenken gibt es Heilkraeuter und Blumen, Gewuerze, Schnupf- und Kautabak, Bekleidung.

    Afrosiab Museum und Ausgrabungen .Hier befand sich das erste Samarkand, die in Awesta erwaehnte legendaere Hauptstadt der Sogden. Das auf dem Gelaende gelegene Museum fuer die Entstehungsgeschichte Samarkands hat  eine sogdische Wandmalerei aus dem 6. Jh. Ansonsten kann man im Museum diverse Ausstellungen zur Kunst der Zoroastrier sehen, einer ihrer Hausaltaere ist rekonstruirt.

     

    Registan Platz  - im Lauf der Jahrhunderte wurde der Rigestan wiederholt umgebaut – Karwansereien, Moscheen, ein Chanaka sowie Medresen errichtet-, abgetragen und wieder neu gebaut, bis schliesslich jenes Ensemble blieb, das dem Rehgistan heute sein charakteristisches Aussehen verleiht und ihn zu einem der schoensten und groessten Plaetze seiner Art macht: drei rechtwinklig zueinander angeordte Medresen – Ulughbek, Tilla Kari und Schir Dar.